Abschlussvortrag Masterarbeit

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Abschlussvortrag Masterarbeit
Redezeit 3030 min <br /> Minuten
Diskussionszeit 1515 min <br /> Minuten
Veranstaltung Institutsseminar
Übersicht Vortragstypen

Diese Seite beschreibt die speziellen Vorgaben den Abschlussvortrag einer Bachelorarbeit. Die allgemeinen Texte finden sich auch auf der Seite mit den Vortragshinweisen, werden aber hier erneut wiedergeben.

Abschlussvortrag

Beachten Sie auch nochmal die Hinweise zum Proposalvortrag!

Ziele

Beim Abschlussvortrag stellen Sie die Ergebnisse Ihrer Abschlussarbeit vor. Sie zeigen auf, …

  • … dass Sie ein relevantes Problem der Software-Technik/Informatik mit wissenschaftlicher Methodik bearbeitet haben.
  • … dass Sie aber auch in der Lage sind, Ihre Lösung zu erklären/zu verkaufen.
  • … dass das Problem so schwer bzw. der Lösungsansatz so umfangreich war, dass ein Informatiker sich 3 bzw. 6 Monate damit beschäftigen musste.
  • … dass Sie mit Ihrem Fachgebiet vertraut sind und …
  • … dass Sie ausgiebig und nach bestem Wissen und Gewissen nach verwandten Arbeiten eigenständig gesucht haben und …
  • … dass Sie Ihre Arbeit in Bezug zu den verwandten Arbeiten einordnen können (was kann ich besser, was schlechter).
  • … wie Sie Ihre Lösungsidee umgesetzt haben. Dabei müssen die Ausführungen durch einen Informatiker ohne ihre Vorkenntnisse verständlich sein.
  • … wie Ihre Umsetzung/Implementierung konzeptionell funktioniert.
  • … wie Ihre Arbeit zu bewerten ist, in dem Sie ausführlich Ihre Evaluationsergebnisse vorstellen und diskutieren.
  • … welche Annahmen und Grenzen Ihr Ansatz/Ihre aktuelle Umsetzung derzeit hat.
  • … wo an Ihre Arbeit durch zukünftige Arbeiten angeknüpft werden kann.
  • … dass Sie kompetent und begründet auf Nachfragen hin Ihren Ansatz verteidigen können.

Möglicher Aufbau

  • Appetizer (Illustration Problem + Lösungsansatz, möglichst grafisch)
  • Gliederung (Überblick des Vortrags, kurz erläutern)
  • Motivation (Warum machen Sie das was Sie machen?)
  • Grundlagen (Allgemeinverständlich für Informatiker)
  • Verwandte Arbeiten (inkl. Abgrenzung)
  • Lösungsansatz (Was haben Sie wie gemacht?)
  • Evaluation (Ziel, Fragestellung, Metriken, Ergebnisse)
    • Bei Implementierungen zusätzlich: Verwendete QoS Maßnahmen, Testfälle, …
  • Einschränkungen (Grenzen des Lösungsansatzes, Annahmen)
  • Zusammenfassung (inkl. Aufzeigen zukünftiger Arbeiten)

Dabei liegt das Hauptgewicht auf dem eigenen Lösungsansatz, dicht gefolgt von der Evaluation! Das muss sich auch durch die Anzahl der auf diese Teile verwendeten Folien wiederspiegeln. Trotzdem muss der Appetizer die Zuhörer fesseln, man muss das Gefühl bekommen: "Ich will jetzt wissen, wie sie/er das Problem in den Griff bekommen hat!"

Allgemeines

Zielgruppe des Vortrags bedenken und passende Folien erstellen:

  • Die Inhalte sollen für die Zielgruppe verständlich und nachvollziehbar gestaltet werden. Überlegen Sie, welche Begriffe als bekannt vorausgesetzt werden können und welche eingeführt oder evtl. weggelassen werden müssen.
  • Falls zu viele Inhalte vorgestellt werden könnten, im Zweifel Inhalte weglassen und auf bestimmte, interessante Aspekte konzentrieren, anstatt zu versuchen, alles kurz anzureißen. Besprechen Sie Ihre Auswahl auch mit Ihrem Betreuer.
  • Für Vorträge im im Instituts- bzw. SDQ-Seminar ist die Zielgruppe nicht der/die Betreuer, sondern die anderen Zuhörer, d.h. Ihre Kommilitonen sowie weitere anwesende Mitarbeiter, auch von anderen Lehrstühlen.

Gute Hinweise zu wirkungsvollen Presentationen: Garr Reynolds’ Seite, Presentation Zen Blog und das dazugehörige Buch, weitere Tipps in den Links am Ende dieser Seite.

Folien

Wichtiger Grundsatz: Die Folien sollen den gesprochenen Vortrag ergänzen und unterstützen, und nicht überflüssig machen. Das heißt, dass niemals alle Information, die gesagt wird, auf den Folien stehen soll. Wenn die Folien zuviel Information (insbesondere Text) enthalten, wird der Zuhörer vom gesprochenen Wort abgelenkt.

Format

  • Die Dokumentvorlagen des Lehrstühle SDQ bzw. ARE (PowerPoint/LaTeX) müssen verwendet werden.
  • Die Projektoren in Raum 333 und 348 haben Seitenverhältnis 16:9. Daher kann man mit den Vorlagen in diesem Format die Leinwand optimal ausnutzen.
  • Schriftart:
    • Serifenlose Schriftarten (Helvetica, Frutiger, Verdana, Arial) sind auf Bildschirm/Projektor besser lesbar als Serifenschriftarten (Times, Garamond, Georgia)
    • Die Dokumentvorlagen sind auf serifenlose Schriften eingestellt. Bitte diese Voreinstellung nicht ändern.
  • Schriftgröße:
    • So wählen, daß sie auch mit üblichem Sitzabstand zur Leinwand gut lesbar ist.
    • In der Standardgröße von Powerpoint bedeutet dies eine Mindestgröße von 18pt
    • Schriftgrößen auch in importierten Diagrammen einhalten: ggf. neu zeichnen oder Beschriftungen überschreiben
    • Die Dokumentvorlagen sind so gestaltet, daß sie in der Standardgröße gut lesbar sind
  • Jeder Folie außer der Titelfolie muss in der Fußzeile beinhalten:
    • Name der/des Vortragenden
    • Titel der Arbeit
      • also z.B.: nicht "Proposal für eine Masterarbeit" , sondern "Metamodel Evolution in the Context of a MOF-Based Metamodeling Infrastructure"
      • Lange Titel dürfen in der Fußzeile verkürzt werden
    • aktuelle Foliennummer
  • Zusätzlich wird für die Fußzeile empfohlen:
    • Gesamtanzahl der Folien (in PowerPoint nur manuell möglich [1])
    • bei längeren Vorträgen Fortschrittsanzeige

Vorbereitung

Eine weit verbreitete Methode zur Vorbereitung von Folien ganz ohne störende Technik:

  • Schreibe für jede Folie auf ein Post-It ein bis drei Stichwörter, die beschreiben, was du dem Zuhörer sagen willst.
  • Sortiere dann deine Post-It Zettel anhand der klebenden Rückseite auf einem Blatt Papier großzügig um.
  • Klebe ggf. Post-Its aneinander oder zerreiße Post-Its, um zu planen, welche zwei Folien vereint oder welche Folie in zwei Folien aufgetrennt werden soll.
  • Drehe vor dem Beschriften den Klebestreifen der Post-Its in die Vertikale; das erleichtert den Folien-Split ;-)
  • Wichtig: Beginne erst mit der eigentlichen Erstellung der Folien am Rechner, wenn du mit der Reihenfolge und dem Inhalt der Post-Its zufrieden bist.

Pflichtinhalt

  • Titelfolie:
    • Thema des Vortrags (=Titel der Arbeit)
    • Typ des Vortrags (Abschlussvortrag Bachelor-/Masterarbeit, Proposalvortrag Bachelor-/Masterarbeit, Seminarvortrag, usw.)
    • Name der/des Vortragenden
    • Name der betreuenden Mitarbeiter/-innen
  • Zeitplan (nur bei Proposalvorträgen und bei Abschlussvorträgen mit kritischer Reflektion)
  • Fazitfolie mit Ausblick: als letzte Folie

Foliengestaltung

  • Grundsatz oben beachten
  • max. 5-7 Stichpunkte pro Folie
    • Wie in den Ausarbeitungen dient die Untergliederung der Stichpunkte der Abgrenzung, nicht der Hervorhebung.
    • Daraus folgt, dass sich auf einer Gliederungsebene mindestens zwei Einträge befinden müssen.
  • Keine ganzen Sätze
  • Bilder/Diagramme statt Text: Sofern möglich, sollte Text durch anschauliche Grafiken ersetzt werden. Hilfreiche Bilder finden sich unter Sources for images
  • Farben:
    • Rot/Grün, Blau/Violett sind für Farbenblinde schlecht zu unterscheiden.
    • Daher immer ein weiteres Unterscheidungsmerkmal in Diagrammen verwenden, z.B. durchgängig/gestrichelt
  • Bilder
    • als Vektorgrafiken einbinden (scharfe Darstellung in jeder Auflösung)
    • mit konstantem Seitenverhältnis skalieren

Zeitplanung

  • Bei Folien im "klassischen Stil" (5-7 Stichpunkte pro Folie) sollten pro Folie Folie 1-2 Minuten Vortragszeit eingeplant werden
  • Andere Vortragsstile können zu einem schnelleren Wechsel der Folien führen.
  • Zur Zeitplanung empfiehlt es sich, eine Tabelle anzulegen:
Folie Zeit Inhalt
1 0:00 Titel, Vorstellung
2 0:30 Motivation
3 2:00 Grundlagen
  • Die Tabelle legt man zusammen mit einer geeigneten Uhr (PowerPoint-Referentenansicht, Stoppuhr …) neben den Vortragsrechner
  • Durch Abgleich mit der Tabelle kann man während des Vortrags feststellen, ob man schneller oder langsamer als der Plan ist und entsprechend reagieren
  • Üblicherweise möchte man mehr Inhalte präsentieren, als es in der vorgegebenen Zeit möglich ist
    • Weniger wichtige, weiterführende Folien sollten in einen Anhang verschoben und nicht vorgetragen werden
    • Anhang-Folien können während der Diskussionszeit gezeigt werden, falls weiterführende Fragen zu dem Thema gestellt werden
    • Die Anhang-Folien zählen nicht zur Gesamtfolienzahl

Animationen

  • Animationen werden im wissenschaftlichen Sektor (nur) dazu benutzt, Sachverhalte eingängiger darzustellen.
  • Richtwert: Eine gezeigte Grafik sollte von den Zuhörern in ca. 5 Sekunden erfasst werden können.
  • Ist dies nicht möglich, sollte die Grafik mit "Erscheinen"-Animationen schrittweise aufgebaut werden.
  • Aber: Sparsam mit Animationen:
    • Animationseffekte nur zum Verdeutlichen des Inhalts verwenden, nicht zur Dekoration.
    • Oft kommt man mit einfachen Erscheinen-Animationen aus.
    • Daher bitte kein Blinken, Hereinfliegen, Schachbrett-Erscheinen, Kippen etc. verwenden.
  • Tipp für die Titelfolie:
    • Ein eingängiges Bild auf der Titelfolie, die den Inhalt des Vortrags bildlich darstellt, hilft, den Vortrag in Erinnerung zu behalten.
    • Beispiel: Eine Stoppuhr und eine Rennbahn für Benchmarks.

Zeitvorgabe

Abschlussvortrag Masterarbeit: 30 min Vortrag + 15 min Diskussion

Vortrag

Zeitplanung

  • Die Zeitvorgabe muss eingehalten werden. Ähnlich wie in einer Klausur ist es nur so möglich, für alle dieselben Bedingungen zu schaffen.
  • Bei Überziehen wird der Vortrag von dem/der Betreuer/-in abgebrochen.
  • Ein erhebliches Unterschreiten der zur Verfügung stehenden Zeit (>10 %) wird negativ bewertet.
  • Fragen aus dem Publikum werden üblicherweise erst in der anschließenden Diskussionszeit zugelassen.
  • Probevortrag:
    • Den Vortrag daheim ein- bis zweimal proben, damit man ihn flüssig vortragen kann
    • Dabei die Zeitplanungs-Tabelle verwenden und ggf. anpassen

Technische Vorbereitung

  • Mindestens 15 min vor Beginn des Termins da sein, um die Technik zu testen.
  • Vortrag vom eigenen Laptop ist möglich und erwünscht.
    • Falls kein eigener Laptop genutzt werden kann, bitte mit dem/der Betreuer/-in abstimmen, dass ein Laptop zur Verfügung gestellt wird.
    • Vor dem Vortrag testen, ob die Präsentation auf dem fremden Gerät wie gewünscht läuft.
  • Präsentation immer zur Sicherheit auch auf einem USB-Stick mitbringen.
  • Die Projektoren in Raum 333 und 348 haben VGA- und HDMI-Anschlüsse.
    • Bitte ggf. eigene Adapter für andere Anschlüsse mitnehmen.
    • Vor dem Vortrag überprüfen, dass der Vortragsrechner am Projektor wie gewünscht funktioniert.

Vortragsweise

  • Zu Beginn sich selbst vorstellen
    • bei Vorstellung durch die Sitzungsleitung beginnen mit "Danke für die freundliche Einführung.", eigenen Namen dann nicht wiederholen
    • ansonsten eigenen Namen nennen
  • Ernsthaftigkeit:
    • Keinen Kaugummi kauen.
    • Zu lässiges Verhalten kommt negativ an. Die Zuhörer/-innen sollen erkennen, dass Sie Ihren Vortrag ernst nehmen.
    • Nicht den eigenen Beitrag kleinreden, z.B. indem man "Ich habe ein bißchen was erforscht" o.ä. sagt
  • Sprechweise/Akustik:
    • Deutlich und konkret sprechen.
    • Richtlinie für die Länge der Sätze: Ein Gedanke = Ein Satz.
    • Etwas lauter und etwas langsamer sprechen, als man es in einer direkten Unterhaltung mit einer Person tun würde. Pausen zwischen den Sätzen bewusst aushalten.
    • Vor jedem Satz überlegen, welches Wort betont werden soll.
    • In Richtung des Publikums sprechen, nicht in Richtung Leinwand. (Nicht mit dem Rücken zum Publikum sprechen.)
    • Während des Vortrags alle im Publikum ansehen, nicht nur auf den Betreuer schauen
    • Beim Erläutern von Schaubildern nicht auf den Laptop zeigen, sondern auf die Leinwand, dabei aber den Kontakt zum Publikum nicht verlieren.
  • Koordination der Kommunikationskanäle:
    • Die Folien sollen das gesprochene Wort unterstützen und nicht etwas anderes zeigen.
    • Sowohl auf dem visuellen als auch auf dem akustischen Weg müssen konsistente Informationen den Zuhörer erreichen.
  • Tips für Bildschirmpräsentation mit Notizen

Weiterführende Links